Wer viel näht, weiß: Eine gute Stoffschere ist das Herzstück jeder Nähausstattung. Sie gleitet mühelos durch Stoffe, spart Kraft und sorgt für präzise Schnitte. Hochwertige Scheren sind jedoch nicht nur praktisch, sondern oft auch eine kleine Investition – und genau deshalb verdienen sie den bestmöglichen Schutz.
Scherentasche nähen – Praktische Ordnung für deine Nähutensilien
Ordnung macht Spaß – und noch mehr, wenn sie schön ist! Eine selbstgenähte Scherentasche bringt Struktur in dein Nähkästchen, hält deine Scheren, Scheren-Aufsätze und andere Näh-Basics sicher und griffbereit. Gleichzeitig ist sie ein wunderbares Projekt für Anfänger*innen: schnell genäht, ohne komplizierte Techniken und mit einem Ergebnis, das motiviert und Freude macht.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene Scherentasche aus Stoffresten nähst – ob als kleines Geschenk für eine Nähfreundin oder als praktischer Alltagshelfer für dich selbst.
Warum eine Scherentasche sinnvoll ist
Jeder, der gern näht, kennt das Problem:
Scheren, Nahtauftrenner und kleine Werkzeuge liegen lose im Nähkorb, verschwinden zwischen Stoffen oder kratzen an anderen Werkzeugen. Eine Scherentasche schützt deine Schere zuverlässig vor Staub, Kratzern und Stößen. Gerade in vollen Nähkörben oder auf Reisen kann eine ungeschützte Schere schnell beschädigt werden – oder selbst andere Werkzeuge und Stoffe beschädigen. Mit einer passenden Tasche bleibt die Schneide scharf, und du hast deine Schere immer griffbereit und sicher verstaut.Eine individuell genähte Tasche schafft:
Sicherheit für deine Scheren – die Klingen sind geschützt
Ordnung im Nähkästchen – alles hat seinen Platz
Motivation beim Nähen – schöne Tools laden zum Arbeiten ein
Ein selbstgemachtes Geschenk – persönlich, nützlich und liebevoll
Außerdem nutzt du deine Stoffreste sinnvoll – nachhaltig und kreativ.
Teure Stoffscheren schützen – langlebig durch richtige Aufbewahrung
Qualitätsscheren sind empfindlich: Ein Sturz auf den Boden oder ständiger Kontakt mit Metallteilen im Nähkorb kann die Klinge stumpf oder ungenau machen. Eine gepolsterte oder passgenaue Scherentasche hilft, solche Schäden zu vermeiden. Besonders bei Marken-Scheren oder Erbstücken ist eine Schutzhülle ein Muss, wenn du lange Freude an deinem Werkzeug haben möchtest.

Ein schönes Accessoire fürs Nähzimmer
Eine selbstgenähte Scherentasche ist nicht nur funktional – sie ist auch ein liebevoll gestaltetes Detail in deinem Nähbereich. Ob aus bunten Baumwollstoffen, schlichtem Leinen oder robustem Filz – du kannst die Tasche ganz nach deinem Stil und passend zu deinem restlichen Nähzubehör gestalten. Mit hübschen Details wie Ziernähten, Knöpfen oder Applikationen wird sie schnell zum Hingucker.
Die perfekte Geschenkidee für Nähfreundinnen
Du suchst ein kleines, persönliches Geschenk für eine nähbegeisterte Freundin? Dann ist eine handgemachte Scherentasche ideal! Sie ist schnell genäht, individuell gestaltbar und zeigt, dass du dir Gedanken gemacht hast. Besonders in Kombination mit einer schönen Schere oder einem kleinen Nähset wird daraus ein kreatives und praktisches Mitbringsel.
Was du für dieses Projekt brauchst
Das Schöne an dieser Scheren-Tasche: Du brauchst keine ausgefallenen Materialien. Schon mit einfachen Basics nähst du ein professionell wirkendes Täschchen.
Materialliste
Stoffreste (z. B. Stoffreste wie Baumwolle, Canvas oder festen Patchwork-Stoff)
Verstärkungsmaterial (z. B. H250, Vlieseline)
Reißverschluss (ca. 15–20 cm)
Nähmaschine + passendes Garn
Stecknadeln oder Stoffklammern
Schere, Schneiderschere, Maßband
Du kannst die Größe und Form ganz nach deinen Bedürfnissen anpassen: klein und kompakt für unterwegs oder etwas größer für mehrere Scheren und Werkzeuge.
So nähst du deine Scheren-Tasche Schritt für Schritt
1. Zuschnitt vorbereiten
Erstelle dir zuerst ein Schnittmuster. Lege deine Schere auf ein Blatt Papier und zeichne sie ab, denk dabei an die Nahtzugabe. Lege dein Schnittmuster auf die Stoffteile: Außenstoff, Innenstoff und ggf. Verstärkung.
Tipp: Wenn du den Innenstoff farblich kontrastreich wählst, bekommt die Tasche einen liebevollen Look von innen nach außen.

2. Stoffteile ausschneiden
Lege deinen ausgesuchten Aussenstoff, Innenstoff, Vlies rechts auf rechts und schneide es mit deinem erstellten Schnittmuster aus. Das Schrägband ist nur zur Verschönerung gedacht, das brauchst du nicht unbedingt.

2. Einzelne Teile zusammennähen
Vlies und Außentasche annähen. Du brauchst je 2 fertige Seiten der Außentasche und 2 fertige Seiten der Innentasche. Wenn die Außentasche und die Innentasche fertig sind, dann schiebe sie rechts auf rechts ineinander und nähe es, bis auf eine Wendeöffnung zusammen.

3. Wenden
Damit die Scherentasche schön rund wird, schneide ganz vorsichtig die Nahtzugabe bis zur Naht ein. Wende die Tasche durch die Wendeöffnung und forme rundherum sorgfältig aus. Nach dem Wenden nähe die Wendeöffnung zusammen und schiebe wiederrum beide Teile ineinander. Nun kannst du dein fertiges Werk noch bügeln. So bekommst du eine Scherentasche die von innen und außen schön aussieht.

Fazit: Praktisch und schön – Scherentasche nähen lohnt sich!
Ob für dich selbst oder als Geschenk: Eine Scherentasche ist ein einfaches Nähprojekt mit großem Nutzen. Sie schützt dein wertvolles Werkzeug, bringt Ordnung in dein Nähzubehör und ist gleichzeitig ein schönes Accessoire mit persönlicher Note. Probier es aus – du wirst den Unterschied merken!
